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Die Jungen: eine eigenständige Kraft?         (erstellt: 09.02.2008)

 

Zum zweiten Mal treten Die Jungen zur Stadtratswahl an. Selbstverständlich ist es gut, dass sich junge Menschen für ihre Heimatstadt engagieren und politisch interessieren. Auch geo-net freut sich über junge Leute auf der geo-net – Liste (Lisa Ebner, Valentin Roth, Elisabeth Roth).

 

2002 traten Die Jungen zum ersten Mal an. Mit Roland Feller kam die Liste auch in den Stadtrat. Roland Feller ist ein engagierter Mann bei der Feuerwehr und im Förderkreis. 2008 tritt er nicht mehr an. Bereits nach einigen Monaten erlahmte das Engagement der Liste, die Internetseite wurde nicht mehr gepflegt, es gab keine Aktivitäten, Roland Feller bekam keine Unterstützung und wurde Einzelkämpfer im Stadtrat.

 

Bereits 2002 gingen Die Jungen eine Listenverbindung mit der CSU ein. Bei der Wahl werden die Stimmen der verbundenen Wahlvorschläge zunächst zusammengerechnet und bei der Sitzverteilung wie ein Wahlvorschlag behandelt. Erst anschließend erfolgt die Aufteilung der Sitze entsprechend den Anteilen auf die beiden Listen.

 

Die Chancen der beiden verbundenen Listen auf einen weiteren Stadtratssitz wachsen hiermit deutlich. Das d’Hondtsche Wahlzählverfahren, dass bei den Kommunalwahlen angewendet wird, benachteiligt kleine Gruppierungen. Die verbundenen Listen CSU und Die Jungen sind zusammen größer und verbessern durch die Verbindung die Chancen auf einen weiteren Stadtratssitz.

 

Die CSU, die in Gerolzhofen bei Stadtratwahlen noch nie eine eigene Mehrheit erreichen konnte, versucht somit durch die Hintertür diese Mehrheit zu erreichen. Die CSU verfügt aktuell über 9 von 20 Stadtratssitzen.

 

Doch warum geben sich Die Jungen dafür her?

 

Schaut man auf die Internetseite der Jungen Union (Jugendorganisation der CSU), findet man dort die Führungspersonen der JU:

 

1. Vorsitzender:  Frank Meisner

2. Vorsitzender:  Johannes Hornung     

Kassier:              Markus Reuss

Schriftführer:      Mario Strack

 

Johannes Hornung und Mario Strack kandidieren bei Die Jungen, Markus Reuss bei der CSU. Allein hieraus können sich alle Bürgerinnen und Bürger ein Bild machen, wie weit Die Jungen unabhängig sind.

 

Doch warum kandidiert die Junge Union nicht unter dem Namen Junge Union? Das Wahlgesetz verbietet den Parteien mit mehr als einer Liste zu einer Wahl antreten.

 

Weder auf den Internetseiten von CSU noch von Die Jungen wurde bisher auf die Listenverbindung hingewiesen. Warum will man dies verschweigen? Diese Frage kann sich Jeder selbst beantworten.

 

 

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