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Aus Mainpost 17.12.2008 GEROLZHOFEN

Sichere Straße bei weniger Kosten

 

geo-net legt Alternativvorschlag für Ausbau der Trasse von Gerolzhofen nach Schallfeld vor

 

(novo) Die Diskussion um die Pläne des Landkreises zum Ausbau der Staatsstraße von Gerolzhofen nach Schallfeld geht weiter. Die Stadtratsliste geo-net legt jetzt einen neuen Vorschlag vor, der als sinnvoller Kompromiss erachtet wird.

 

Die Straße würde damit nach Einschätzung von geo-net-Stadtrat Thomas Vizl sicherer als bisher und die Maßnahme würde voraussichtlich weniger kosten, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.

 

Die größtmögliche Sicherheit biete allerdings, so geo-net, weiterhin der vom Landratsamt geplante Durchgang für Fußgänger und Radfahrer, allerdings aus Stahlrohr und nicht in Form einer Brücke. Wenn man Sicherheit an die erste Stelle setze, müsste man sich für die Lösung des Landratsamtes entscheiden, will man einen kostengünstigeren Kompromiss, so könne man nachfolgende abgespeckte Lösung wählen, so Thomas Vizl.

 

Der Kompromiss-Vorschlag sähe laut der Pressemitteilung wie folgt aus:

 

1. Zur Entflechtung der Situation an der Einmündung zum FC wird die Zufahrt zum Sportgelände zur Einbahn. Es ist ausschließlich die Einfahrt auf das Gelände möglich. Die Ausfahrt führt über den Parkplatz nach Süden zur bisherigen zweiten Ein- und Ausfahrt. Das Durcheinander im Anschluss an Fußballspiele gäbe es dann nicht mehr.

 

2. Damit die Fußgänger nicht mehr wie bisher nach Spielende kreuz und quer über die Fahrbahn laufen, wird aus dem FC-Gelände heraus ein Fußweg mit Bordstein vom Fahrbereich abgegrenzt. Auf der gegenüberliegenden Seite (Tennisclub) wird ein kurzer Gehweg neu errichtet, der die Fußgänger zum Parkplatz bringt. Eventuell kann in der Mitte der Fahrbahn auch eine Fußgängerinsel als Überquerungshilfe errichtet werden. Es wäre auch möglich, aus Richtung Stadt eine Linksabbiegerspur für das Einfahren zum FC einzurichten.

 

3. Der Radweg aus der Stadt bis zum FC-Gelände würde neu neben der neuen Fahrbahn errichtet und wäre dann nicht mehr so steil abfallend beziehungsweise ansteigend. Somit braucht niemand mehr auf die Straße ausweichen. Der bisherige, wieder hergerichtete Weg würde als reiner Fußweg bleiben.

 

4. Im Bereich FC-Gelände werden die Radfahrer auf den Parkplatz geleitet (auch entgegengesetzt der Einbahnregelung). Es schließt sich der Radweg nach Schallfeld an.

 

5. Der Weg auf den Parkplatz müsste für Fahrzeuge (Pkw und Radfahrer) befestigt, das heißt asphaltiert werden. Die Parkplätze könnten ebenfalls befestigt und geordnet eingezeichnet werden.

 

6. Das Ortsschild von Gerolzhofen würde ein Stück vor die Ausfahrt des FC-Parkplatzes Richtung Schallfeld gestellt. Zudem könnte dort, wie in vielen Orten inzwischen üblich, eine Straßeninsel als Schikane zur Reduzierung der Geschwindigkeit geschaffen werden.

 


 

 

 


Wie soll die Kreisstrasse zwischen Schallfeld und Gerolzhofen ausgebaut werden?

 

Teilweise heftige Reaktionen löste der Bericht in der Mainpost (siehe unten) über die Entwurfplanung für den Straßen- und Radwegausbau zwischen Schallfeld und Gerolzhofen aus. Kritik wurde auch bei der Bürgerversammlung am 10. November 2008 in der Stadthalle geäußert.

Insbesondere die Situation am FC-Stadion und Tennisclub ist umstritten.

 

Zunächst mal die Fakten:

 

Bereits seit Monaten waberten immer wieder Gerüchte durch den Stadtrat über den Ausbau der Straße mit einem hohen Damm und einer Unterführung für Fußgänger. Mehrfach habe ich im Stadtrat darum gebeten, dass die Planung im Stadtrat vorgestellt wird. Dies ist jetzt am 10. November durch Mitarbeiter des Landratsamtes geschehen.

 

  1. Die Straße ist eine Kreisstraße. Zuständig für die Planung, für den Ausbau und Unterhalt der Straße ist der Landkreis Schweinfurt. Er übernimmt auch die Kosten. Die Stadt Gerolzhofen und die Gemeinde Lülsfeld werden nur angehört.
  2. Gleichzeit soll das Radwegenetz um Gerolzhofen geschlossen werden. Der Radweg von Geo nach Schallfeld ist die letzte fehlende Verbindung in einen Nachbarort. Ansonsten fehlen nur noch Lückenschlüsse, wie z.B. nach Bischwind. Der Radweg zwischen Geo und Schallfeld ist Teilstück der Radwegeverbindung zwischen Schweinfurt-Geo-Prichsenstadt-Kitzingen. Die Kosten für den Radweg übernehmen die Stadt Gerolzhofen und die Gemeinde Lülsfeld, entsprechend der jeweiligen Streckenlänge auf eigener Gemarkung. Vom Freistaat werden straßenbegleitende Radwege mit 50 bis 60 Prozent bezuschusst.

 

Die Planung:

 

Die Planer im Landratsamt wollen die Straße auf 6,0 m verbreitern (bisher 5,50 m), die Kurven sollen entschärft werden, die Steigungen vor Schallfeld und am FC-Stadion sollen abgeflacht werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Trasse vor Schallfeld komplett verlegt. Hierfür ist ein Grunderwerb erforderlich. Die Gesamtkosten des Straßenbaus werden vom Landratsamt auf ca 1,0 Mio Euro, die für den Radwegebau auf 300.000 Euro (130.000 Euro für Geo, 170.000 Euro für Lülsfeld) geschätzt.

 

Die Steigung am FC-Stadion soll durch eine Dammaufschüttung zwischen FC und Tennisclub reduziert werden. In diesen Damm soll eine Stahlröhre als Durchgang für Fahrradfahrer und Fußgänger eingelegt werden. Die Zufahrt zum Weg am Tennisclub müsste ebenso wie die Einfahrt zum FC-Gelände nach Süden in den Bereich der bisherigen zweiten Zufahrt zum FC-Parkplatz verlegt werden. Die Parkplätze vor dem FC-Gelände würden wegen des Dammes weitgehend entfallen, könnten aber auf dem FC-Gelände oder dem benachbarten Acker (Eigentümerin ist die Stadt Gerolzhofen) neu geschaffen werden.

 

Der dem FC gegenüberliegende vorhandene Parkplatz könnte ausgebaut werden und die entfallenden Stellplätze auf der anderen Seite mehr als kompensieren. Durch die Fußgängerunterführung kämen Stadionbesucher auf kurzem Wege und sicher auf das FC-Gelände.

 

Der Radweg zwischen Geo und Schallfeld soll ebenso wie die Straße auf den Damm verlegt werden.

 

 

Meine Bewertung:

 

Den Ausbau der Straße möchte ich nicht bewerten, da ich den Zustand des Straßenunterbaus nicht kenne. Ich halte allerdings so manchen Ausbau von Straßen für übertrieben und überflüssig. Es gibt allerdings Straßen in unserem Bereich (Straße nach Wiebelsberg und Kolpingstraße), die mir wichtiger erscheinen. Allerdings ist bei diesen Straßen der Freistaat zuständig. Die Mittel lassen sich nicht übertragen. Gut wäre es, wenn der Landkreis eingesparte Mittel im Straßenbau zum Beispiel für seine Schulen verwenden würde. Das müssen die Kreisräte entscheiden.

 

Die Vollendung des Radwegenetzes rund um Gerolzhofen halte ich für sehr wichtig. Radwege schaffen Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger, fördern das umweltfreundliche und gesunde Radfahren im Allgemeinen und Heben die Attraktivität der Region für Einheimische und Touristen. Der Bau des Radweges wird von mir befürwortet.

 

Die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, die laut Planung 55 bis 60.000 Euro kosten soll, bringt mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Erfahrungsgemäß wird am Ortseingangsbereich fast immer zu schnell gefahren. Zum Stadion oder auch zum Tennisclub kommen viele Kinder und Jugendliche, die zukünftig sicher die Straße kreuzen könnten. Obwohl die Straße nicht übermäßig von Kraftfahrzeugen frequentiert wird, sollte bei einem Neuausbau der Straße eine solche sichere Lösung in Erwägung gezogen werden, denn bei einem späteren Unfall hätte kaum jemand für die Einsparung von 55 bis 60.000 Euro Verständnis. Die Unterführung werde ich nach jetzigem Kenntnisstand unterstützen.

 

Radwegende an der Berliner Straße: Die Einfädelung der Radfahrer an der Kreuzung Schallfelder Straße / Berliner Straße ist unbefriedigend. Die Radfahrer müssen die Berliner und teilweise auch die Schallfelder Straße an der Kreuzung überqueren. Eine Verbesserung ist zu suchen.

 

Radwegelückenschluß zwischen Schallfeld und Brünnau: Der Lückenschluß (einige hundert Meter) sollte in die aktuelle Planung mit aufgenommen werden, um einen durchgehenden Radweg zwischen Schweinfurt und Prichsenstadt zu erhalten.

 

 

Es wäre sinnvoll, die Planungen des Landratsamtes bezüglich Straßenneubaus zu reduzieren und die Kosten zu senken. Radweg und Unterführung für Fußgänger und Radfahrer sollten realisiert werden.

 

 

Thomas Vizl

 

 

Bereich Tennisclub - FC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


MainPost 13.11.2008 GEROLZHOFEN

Kein Aprilscherz: Ein Tunnel soll FC und Tennisclub verbinden

Kreisstraße bekommt teils neue Trasse

 

Die Senke des Nützelbachtals am FC-Stadion wird bald ein völlig neues Gesicht erhalten. Im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße von Gerolzhofen nach Schallfeld entsteht zwischen dem Stadion und dem Fitness-Center ein 3,5 Meter hoher Damm, über den künftig der Verkehr rollen soll. Beide Sportanlage werden durch einen Tunnel unter dem Damm verbunden. 

 

Den aktuellen Planungsstand des Landkreises referierte vor dem Stadtrat Rudolf Gehr vom Sachgebiet Kreisstraßen am Landratsamt Schweinfurt. Parallel zur umgebauten Kreisstraße wird dann auf der Ostseite, also Richtung B 286, ein Fahrradweg verlaufen, den die Stadt Gerolzhofen und die Gemeinde Lülsfeld gemeinsam bauen.

 

Die Kosten bezifferte Gehr auf eine Nachfrage von Ludolf Kneuer (SPD) mit rund einer Million Euro für den Straßenbau sowie 130 000 Euro für den Gerolzhöfer Teil und noch einmal 170 000 Euro für den Lülsfelder Teil des Radwegs. Der Kreis kann für seine Straße mit einem rund 50-prozentigen Zuschuss rechnen; die Förderung der Radwege liegt bei 50 bis zu 75 Prozent.

 

Die Baumaßnahme beginnt an der Kreuzung Schallfelder Straße/Berliner Straße noch im Gerolzhöfer Stadtgebiet. Dort soll der schon vorhandene Radweg zum Stadion um etwa einen Meter auf das Niveau der Straße abgesenkt werden.

 

Vor allem um die Steigung der Schallfelder Straße nördlich des Stadions von neun auf vier Prozent zu verringern, werden die Straßenbauer einen Damm aufschütten. Die neue Trasse liegt dabei im Vergleich zum bisherigen Verlauf um fünf Meter weiter östlich in Richtung Stadion.

 

Die Folge: Der FC Gerolzhofen wird einige Parkplätze verlieren, die bisher auf dem westlichen Stadionvorplatz lagen. Unter dem Damm wird eine drei Meter breite und 2,50 Meter hohe Unterführung gebaut, durch die Fußgänger bequem vom FC- aufs Tennisgelände gelangen können. Diese Konstruktion in Stahlblechbauweise soll 55 000 bis 60 000 Euro kosten.

 

Eine Verschlechterung, so räumte Gehr ein, wird allerdings die neue Zufahrt zu den Stadionparkplätzen sein. Da auf Höhe des Stadions kein Abzweig vom hohen Damm herab möglich ist, werden die Pkw erst 90 Meter weiter südlich nach dem Stadion von der Straße abgeleitet und müssen dann zurück.

 

Der Radweg nach Schallfeld verläuft mit der Straße über den neuen Damm. Er erhält allerdings eine Abfahrt direkt zum Stadion.

 

Auch in der nächsten, etwas flacheren Senke Richtung Schallfeld wird die Kreisstraße um 1,20 Meter angehoben. Direkt vor der Einfahrt hinunter nach Schallfeld soll die Straße dann um 50 bis 60 Meter nach Osten verlegt werden, um einen größeren Kurvenradius zu erreichen. Das achtprozentige Gefälle dort wird allerdings kaum zu verringern sein, so Gehr. Die Pappelallee am Ortsrand fällt dem Straßenumbau aber zum Opfer.

 

 

 

 

Wie nahe der Straßenverlauf an die B 286 gelegt werden kann, ist allerdings noch nicht sicher, weil noch keine Aussage des Staatlichen Straßenbauamts vorliegt, ob nicht vielleicht doch irgendwann ein drei- oder vierspuriger Ausbau dieser Schnellstraße geplant ist.

 

Der Radweg wird fast durchgängig eine Breite von 2,50 Meter haben. Lediglich auf Höhe der Firma Möbel-Leopold muss er wegen des dort stehenden Nussbaums auf 2,20 Meter verengt werden, sagte Gehr auf eine Frage von Werner Ach (CSU). Maximal 30 Zentimeter weniger wären bei der Höhe des Damms herauszuholen. Ein Tieferlegen des Straßenbetts im Bereich zwischen Stadion und Tennishalle um einen halben Meter, wie von Ach vorgeschlagen, ist wegen der zahlreichen Versorgungsleitungen unter der Straße nicht möglich.

 

 

Parkplätze seien für den FC unabdingbar, betonte Werner Ach. Sein Vorschlag war, zusätzliche Stellflächen im Süden des Stadions zu schaffen, wo die Stadt ein Grundstück besitzt. Für den FC sei der Straßenumbau ein gravierender Einschnitt, bekräftigte auch Roland Marschall (SPD), gleichzeitig Vorsitzender des Fußballvereins. Er schlug vor, die Fläche auf der Westseite der Schallfelder Straße zu befestigen.

 

Ludolf Kneuer und Thomas Vizl (geo-net) hielten die Planung für gut im Sinne der Radfahrer. Für Vizl ist allerdings der Beginn des Radwegs, wo Radler aus der Stadt die Kreuzung Berliner/Schallfelder Straße nach links queren müssen, eine Gefahrenstelle. Außerdem sollte untersucht werden, ob nicht in Schallfeld gleich noch der Anschluss Richtung Brünnau geschaffen werden könnte, denn dann gebe es eine durchgehende Radwegverbindung von Schweinfurt nach Kitzingen.

 

Gehr schlug dazu ein ähnliches Vorgehen wie beim Radweg Gerolzhofen-Volkach vor, wo die beiden Städte einen Teil der Kosten für den Lückenschluss der Verbindung auf Frankenwinheimer Gebiet übernommen hatten. Erster Ansprechpartner wäre aber die Gemeinde Lülsfeld.

 

Zum zeitlichen Ablauf erklärte der Planer, für die Verlegung der Straße sei Grunderwerb von etwa 1000 Quadratmeter nötig. Wenn das zügig vonstatten gehe, könnten die Bauarbeiten im Herbst 2009 beginnen.

 

Der Stadtrat stimmte der Planung Gehrs einmütig zu.

 

 

 

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