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Diskussion

 

Starke Argumente!

 

Darf unsere fränkische Landschaft durch Windräder verändert werden?

 


 

Windräder vor und im Steigerwald?

 

 

Ein eindeutiges JA!

 

Denken Sie mal ein halbes Jahr zurück: Damals verringerte die schwarz-gelbe Bundesregierung die Vergütungen für erneuerbare Energien und beschloss das Aus für Photovoltaik-Freiland-Anlagen. Kurz darauf wurde das Atomausstiegskonzept der früheren rot-grünen Bundesregierung gekippt. Nach dem rot-grünen Atomkonsens mit der Wirtschaft wäre Grafenrheinfeld im Jahr 2014 stillgelegt worden. Schwarz-gelb hat die Laufzeit per Gesetz um 14 Jahre auf 2028 verlängert. Oder denken wir noch weiter zurück: Im Wahlkampf 2002 wollte die CSU das von Grünen und SPD beschlossene Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) rückgängig machen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien war für viele Konservative und Liberale entweder unrealistische Utopie, unverantwortliche Landschaftszerstörung oder gar wirtschaftspolitisches Teufelszeug, mit dem grüne Spinner Deutschland zu einem Entwicklungsland degradieren würden.

 

Und heute: 8 ältere Atommeiler stehen vor der Stilllegung, wegen Wartungsarbeiten sind aktuell 5 AKWs vom Netz genommen, nur 4 Atomkraftwerke liefern noch Strom. Die CSU in Bayern will 2022 alle Atomkraftwerke endgültig außer Betrieb nehmen.

 

Etwa ein Drittel des deutschen Stroms wurde 2010 in Atomkraftwerken produziert. Um diesen Anteil ohne zusätzliche CO2-Ausstroß zukünftig bereitzustellen, brauchen wir die Erneuerbaren Energien. Ein schneller Ausbau ist notwendig. Der Ausbau sollte auch dezentral sein, um unsinnige zusätzliche Leitungstrassen quer durchs Land zu vermeiden.

 

Zudem müssen die Strukturen der Energieversorgung verändert werden: Nicht mehr die vier großen Konzerne (EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall) dürfen Milliardengewinne einstreichen und Politik und Gesellschaft mit ihrer Wirtschaftsmacht beeinflussen, sondern die Bürgerinnen und Bürger müssen eingebunden werden. Viele Einzelne sind als Investoren und Betreiber einzubinden, dann steigt die Akzeptanz von Windkraftanlagen und Photovoltaik in der Bevölkerung.

 

Ich spreche mich klar für Windkraftanlagen im Steigerwaldvorland und auch im Naturparkbereich aus, wenn die Bevölkerung hier vor Ort direkt oder indirekt von diesen Investitionen profitiert.

 

Gestern, 28. Mai 2011, schrieb CSU-Landwirtschaftsminister Brunner in der Mainpost: „Wir müssen weg von anonymen Investoren und hin zu Bürgermodellen: Die Menschen müssen sich  zum Beispiel an Energie-Genossenschaften beteiligen können. Dann bauen sie sich ihre eigene Energieversorgung. Aus Betroffenen Beteiligte machen, die sich mit ihrer Windkraft- oder Photovoltaikanlage identifizieren – das stärkt die Akzeptanz. Für viele Regionen kann die Energiewende dann sogar eine Chance sein, neue wirtschaftliche Akzente zu sezten.“

 

Jeden dieser Sätze Brunners kann ich unterschreiben. Die Erneuerbaren Energien, über deren Notwendigkeit  in maßgeblichen Kreisen kaum noch gestritten wird, werden sicherlich das Landschaftsbild verändern. Gehen wir verantwortungsvoll damit um, bleiben die negativen Auswirkungen gering:

-          Versiegelung der Landschaft ist sehr gering, unter Wind- und PV-Anlagen entwickelt sich reichhaltiges Leben;

-          Geräusche sind nur in unmittelbarer Nähe von Windanlage hörbar;

-          Die Tier- und Pflanzenwelt wird nicht oder wenig beeinträchtigt;

-          Schattenwurf auf bebaute Gebiete kann bei guter Planung vermieden werden;

-          Langfristige Schädigungen gibt es nicht.

 

Mit den Folgen von Uran- und Kohleabbau, Strahlungsschäden, CO2-Ausstoss und allen Sicherheitsproblemen sind die Erneuerbaren im Vergleich unschlagbar günstig! Und viele Arbeitsplätze in Deutschland wurden bereits geschaffen oder sind am entstehen. Wir haben die Beispiele in der Schweinfurter Wälzlagerindustrie, bei Beck Energy in Kolitzheim und bei unseren Handwerksbetrieben vor Augen.

 

Das Geld bleibt zukünftig großteils in unserer Region. Gewinne und Brennstoffpreise fließen nicht mehr zu den großen Konzernen, zu den Öl- und Gasmultis, sondern zu den Bürgerinnen und Bürgern bei uns, an die Grundstückeigentümer und an die Gemeinden. Deshalb von mir: Ein eindeutiges JA!

 

 

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