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Windkraft wird gebraucht!

 


 

 

Wird das AKW im Jahr 2015 abgeschaltet?

 

Es verdichten sich die Hinweise, daß das AKW Grafenrheinfeld im Jahr 2015 abgeschaltet werden soll. Das will zumindest Spiegel-Online erfahren haben. Noch vor einigen Tagen hieß es, das Atomkraftwerk wird durch Übertragung von Restenergiemengen aus anderen, bereits abgeschalteten AKWs, bis 2021 in Betrieb bleiben.

 

Die Bundesregierung vollführt ständig eine politische Kehrtwende: Zunächst wurde im vergangenen Jahr der von Rot-Grün im Jahr 2000 ausgehandelte Kompromiss, nachdem das AKW in Grafenrheinfeld im Jahr 2014 vom Netz gegangen wäre, aufgekündigt und eine Laufzeitverlängerung bis 2028 beschlossen. Viele Städte und Gemeinde, darunter auch die Stadt Gerolzhofen, hatten dagegen protestiert.

 

Es ist mir, wie sicherlich auch vielen anderen ein Rätsel, wie Bundeskanzlerin, Minister und Abgeordnete der Koalition innerhalb so kurzer Zeit ihre Meinung so oft ändern konnten! Nach dem Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986 und angesichts der noch immer ungeklärten Entsorgungsfrage für Atommüll war der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke immer unverantwortlich.

 

Der Ausstieg aus der Atomkraft erfordert große Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien! Sankt-Florians-Politik ist absolut fehl am Platze, alle Bundesländer, Landkreise, Städte und Gemeinden müssen ihren Beitrag leisten. Für Gerolzhofen bedeutet dies:

1.      Energiesparmaßnahmen, z.B. Dämmung von Gebäuden, Energieeffizienzmaßnahmen am Geomaris.

2.      Nutzung von Abwärme und erneuerbare Energien im Wärmebereich, z.B. durch das geplante Nahwärmenetz an der Dreimühlenstraße.

3.      Windkraft und Photovoltaik zur Erzeugung von elektrischer Energie. Beides ist prinzipiell sinnvoll, allerdings läßt sich mit der Nutzung der Windkraft schneller die erforderliche Strommenge gewinnen. Drei bis fünf Windräder würden einen wesentlichen Teil der für Gerolzhofen erforderlichen Strommenge erbringen.

 

Die durch das EEG (beschlossen durch Rot-Grün) eingeleitete Entwicklung wurde 2006 durch die Regierung Merkel stark gebremst. Wir könnten bereits wesentlich weiter sein! Quelle BMU.

 

In den vergangenen Jahren versuchten die Landkreise und die Regierung von Unterfranken durch eine Regionalplanung die Verbreitung der Windkraft durch starke Reglementierung zu bremsen. Diese Politik wird angesichts der neuen Politik in Berlin und München nicht weiter durchzuhalten sein. Windkraftanlagen dürfen nicht in windarmen Tälern aufgebaut werden, sondern es müssen die geeigneten Standorte gesucht werden. Private Investoren sind längst tätig geworden und versuchen sich geeignete Grundstücke durch Vorverträge zu sichern. Die Grundeigentümer werden mit hohen Pachtversprechen gelockt, das Geld wird allerdings erst kommen, wenn wirklich eine Anlage gebaut wurde. Diese Vorverträge können die Entwicklung blockieren, deshalb sollte kein Eigentümer einen solchen Vertrag unterschreiben.

 

Die bessere Lösung: Regionale Bürgerwindgesellschaften bauen die Anlagen selbst. Vorteile:

1.  Investoren aus der Region, nicht fremde Gesellschaften, investieren und profitieren.

2.  Die örtlichen Gegebenheiten werden berücksichtigt und Interessenkonflikte vor Ort diskutiert und ausgeglichen.

3.  Die Akzeptanz in der Bevölkerung wird steigen.

4.  Die Erträge bleiben in der Region und stärken die regionale Wirtschaft.

5.  Städte und Gemeinden erhalten die Gewerbesteuer aus den Anlagen am Ort.

1.  Die Gewinne der  örtlichen Investoren erhöhen die Einkommensteuer, wovon auch die Gemeinde profitieren.

 

Ich spreche mich auch deutlich für die Einbindung unseres regionalen Stromversorgers, der ÜZ Lülsfeld, aus. Die ÜZ ist eine regionale Genossenschaft, an der viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region beteiligt sind (rd. 3.300 Mitglieder in 139 Ortsteilen des Netzgebietes). Bereits jetzt hat die ÜZ mit mehr als 33 Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien im Netz (Bundesdurchschnitt: 16,8 %).

 

 

Ich bitte alle am Thema interessierte Personen (insbesondere rundstückseigentümer, Landwirte, mögliche Investoren) zur Informationsveranstaltung am Dienstag, 7. Juni, um 19.30 Uhr, Stadthalle GEO, zu kommen!

 

Thomas Vizl

 

 

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