geo-net

Netzwerk für Gerolzhofen

 

 

 

Stellungnahme zu den Berichten in der Mainpost „Standpunkt: 20 Bauplätze in bester Lage“ und „Ein Wohngebiet auf dem Korbballfeld“  am 19.02.2014

 

Im Standpunkt vom 19.02.2014 „20 Bauplätze in bester Lage“ wird behauptet, der Stadtrat würde „die Verhandlungen mit dem TV blockieren“.

 

Diese Darstellung kann nicht unwidersprochen bleiben. Richtig ist, daß nahezu alle Fraktionen und Stadträte an einer Lösung der Probleme und Verstrickungen zwischen dem Turnverein und der Stadt Gerolzhofen interessiert sind und einen Ausgleich zum beiderseitigen Nutzen wollen.

 

Hindergrund: Seit ich dem Stadtrat angehöre (2002) gab es immer wieder Diskussionen und Auseinandersetzung zwischen dem TV und der Stadt aufgrund der unglücklichen und komplizierten Vertragslage zur Stadthalle aus den 80er Jahren. Neben der schlechten finanziellen Lage der Stadt hat auch diese Problematik bisher eine Sanierung der Stadthalle behindert. Leider war es jahrelang, auch aufgrund einiger persönlicher Disonanzen, nicht möglich Lösungen zu finden. In vielen Sitzungen wurde im nichtöffentlichen Teil ergebnislos über die Probleme gesprochen.

 

Um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, haben Bernhard Krapf (Turnverein) und ich im Jahr 2010 gemeinsam eine Initiative ergriffen und einen Plan entwickelt: Stadt und Turnverein gleichen ihre gegenseitigen berechtigten Ansprüche aus, die Stadthalle geht ins volle Eigentum der Stadt über, auf dem bisherigen TV-Sportplatz entsteht Wohnbebauung. Diese Wohnbebauung sichert dem TV dauerhaft und sicher Einnahmen über Erbbaurechtspacht. Dieser Vorschlag wurde dann auch Grundlage der Gespräche zwischen TV und Stadt. Die Stadtverwaltung wurde vom Stadtrat beauftragt, entsprechende Gespräche mit dem TV-Vorstand zu führen.

 

Durch die Veränderungen in der Vorstandschaft des TV und auch durch den Bürgermeisterwechsel kamen die Gespräche wohl erst nach der Amtseinführung von Bürgermeister Thorsten Wozniak richtig in Gang. Bürgermeister Thorsten Wozniak berichtete dem Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung im April 2013. Der Stadtrat wollte überwiegend eine Gesamtlösung. Das heißt: neben dem Baugebiet auf dem TV-Sport (von diesem Baugebiet werden sowohl der Turnverein wie auch die Stadt profitieren) sollten auch die vertraglichen Schwierigkeiten bezüglich der Stadthalle verhandelt werden. Ein durchaus richtiges und wichtiges Anliegen! Aber wir wissen alle, daß man bei Verhandllungen Zugeständnisse machen muß und niemals alle Ziele zu hundert Prozent erreicht.

 

Nach übereinstimmender Aussage mehrer Beteiligter wurden die letzten Gespräche bereits im September 2013 geführt. Dieser lange Zeitraum ohne Fortsetzung der Gespräche hat mich in meiner Haushaltsrede am 27.01.2014 veranlaßt, auf dieses Versäumnis der Stadtspitze hinzuweisen.

 

Die meisten Stadträte erwarten, daß die Verwaltung die Verhandlungen zügig weiterführt und dem Stadtrat Ergebnisse oder Zwischenergebnisse vorlegt. Ich bin persönlich überzeugt, daß die richtigen Lösungen gefunden werden können, da der Turnverein durch die Einnahmen aus Erbpacht kontinuierliche und sichere Einnahmen bekommt. Dann könnte in relativ kurzer Zeit dort ein hochwertiges Baugebiet entstehen, eine weitere Zu- oder Ausfahrt für das Gebiet Jahnstraße geschaffen werden und im optimalen Fall können auch Verbesserungen im Vertragsverhältnis zur Stadthalle gefunden werden. Informationen zum Thema sind bei www.geo-net.net zu finden.

 

 

Thomas Vizl

Mitglied des Stadtrats, geo-net

 

 

www.geo-net.net