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Antrag vom 13.12.2012 zur Situation in der Schuhstraße, leicht gekürzte Fassung:

 

 

Thomas Vizl   Salzstraße 23   97447 Gerolzhofen

 

Stadt Gerolzhofen

Frau Erste Bürgermeisterin

Irmgard Krammer

 

97447 Gerolzhofen

 

Gerolzhofen, 13. Dez. 2012

 

 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

 

hiermit stelle ich folgenden Antrag und bitte um Behandlung im Stadtrat:

 

1. Für die Schuhstraße wird ein Sanierungskonzept erstellt.

2. Hauptbestandteil dieses Sanierungskonzeptes ist der Bereich zwischen dem Gedenkstein in der Schuhstraße und der östlichen Treppe zur Bleichstraße.

3. Geprüft wird auch, ob in diesem Bereich Ersatz für die entfallenden städtischen Not-Wohnungen (städtisches Wohnhaus Steingrabenstraße) geschaffen werden kann.

4. Die Stadt prüft, ob hier auch Mittel der Städtebauförderung „Soziale Stadt“ eingesetzt werden können.

 

 

Begründung:

 

Leerstände und der bauliche Zustand eines Teiles der Gebäude in Schuhstraße erfordern Maßnahmen, um eine Erhöhung des Wohnwertes und eine Attraktivierung als Gewerbestandort zu erreichen.

 

Besonders der mittlere Teil der Straße zwischen den beiden Treppen zur Bleichstraße ist von Leerständen geprägt. 

 

Die hohe Verkehrsbelastung und der daraus entstehende Lärm, die Enge der Fahrbahnen und die schmalen Gehwege sind Probleme dieser Straße, die zum Rückgang der Bewohner führen.

 

Folgende Überlegungen sollten m. E. Teil eines Konzepts werden:

- Schrittweise könnte eine Neubebauung mit neuem Zuschnitt von Grundstücken durch Investoren verwirklicht werden.

- In diesem Bereich könnten attraktive neue Stadtwohnungen mit Garagen im Unterteil (Anfahrt über die Bleichstraße) und Dachterassen mit Süd-Blick auf die Volkachaue geschaffen werden. Diese innenstadtnahen Wohnungen (ausgestattet mit Schallschutzfenstern zur Schuhstraße) über mehrere Stockwerke könnten für Menschen interessant sein, die selbst keinen Garten oder Hofflächen besitzen und pflegen wollen.

- Alternativ könnten in einem Teilbereich auch kleine städtische Wohnungen einfacher Art entstehen, die für Notfälle zur Unterbringung sozial schwacher Personen genutzt werden können. Für diesen Personenkreis, zu deren Unterbringung die Stadt verpflichtet ist, sind keine Garagen oder Gartenflächen erforderlich.

- Indem bei Neubauten das Erdgeschoß schmaler gebaut wird, könnte der Gehweg in diesem Bereich verbreitert werden.

- In anderen Bereichen der Schuhstraße könnte in ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäuden auch Stellflächen für PKW der Anwohner und Kunden geschaffen werden.

 

Ziel der Maßnahmen ist es, die Schuhstraße städtebaulich aufzuwerten, den zunehmenden Leerständen entgegenzuwirken und – falls möglich – preiswerten Ersatzraum für die städtischen Wohnungen in der Steingrabenstraße zu schaffen.

 

 

 

Thomas Vizl 

Mitglied des Stadtrats

 

 

Vorentwurfsskizze aus dem Jahr 2011 von geo-net für eine Neubebauung im Mittelteil der Schuhstraße (neben dem Mahnmal für die Jüdische Bevölkerung, Treppe zur Bleichstraße) mit Dachterrassen und möglicher Passage für Fußgänger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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