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Pressemitteilung vom 08.12.2002

 

 

Pressemitteilung (zur Veröffentlichung)

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Stellungnahme von geo-net zur Gleichstellungsdiskussion in der Presse.

 

Breiten Raum nahm die Diskussion des geo-net-Antrags zur Gleichstellung bei der monatlichen Zusammenkunft der Liste ein.

Verwundert zeigte sich Jeannine Stadtler, dass bereits kurz nach der Wahl der ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten, Eva Maria Ott (CSU), das parteipolitische Geklüngel im Stadtrat begann. Wegen des rein männlich besetzten Grundschulausschusses gab es gegenseitige Angriffe von SPD und CSU.

 

Frau Ott wurde wegen Ihrer Parteizugehörigkeit gleich mit in die Schusslinie gebracht. Dies bestätigt nach Ansicht von Sprecherin Birgid Röder, dass dieses Amt in überparteiliche Hände gehört. Es wäre ein mutiger und zukunftsorientierter Schritt für Gerolzhofen gewesen, die Stelle als Honorarstelle auszuschreiben. Sie begrüßte jedoch die lobenswerte Bereitschaft von Frau Ott, ein so zeitaufwendiges Ehrenamt zu übernehmen. Es ist zu hoffen, dass die Parteipolitik nicht  auf dieses Amt übergreift oder es für eigene Zwecke missbraucht.

 

Andrea Grosch fand die Befragung des Bürgermeisters bei einzelnen organisierten Gruppierungen der Stadt etwas befremdlich. Frauen in Notsituationen oder Alleinerziehende sind wohl kaum in der Lage Verbänden beizutreten. Besser wäre es gewesen, Bürgermeister Bräuer hätte sich im Frauenhaus Schweinfurt oder in der Anlaufstelle für sexuelle Gewalt informiert. Denn auch dort suchen Frauen aus Gerolzhofen Hilfe. Wir sind leider keine Stadt der Glückseeligen. Von der SPD Fraktion wünscht sich Sprecher Toni Niedermeier klarere Aussagen und eine eigenes Format, was bei der Gleichstellungsdiskussion nicht zu erkennen war.