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Aus der MainPost vom 24.06.2005:

 

Eine erlesene Nacht im Garten

 

Gerolzhofen (NN) Das Kunst eine wichtige Bereicherung für die politische Kultur sein kann, bewies die Lesenacht von geo-net (Netzwerk für Gerolzhofen). Die kleine kommunalpolitische Liste hat sich schon in Ihrem Programm stark für Kunst und Kultur ausgesprochen. Kunst ist Inspiration für politisches Denken und Handeln erläutert Birgid Röder.

 


Geo-net lud die Gerolzhöfer Bevölkerung zu einem sinnlichen Abend mit lukullischen Köstlichkeiten ein. Verantwortlich für die phantasievolle Bewirtung und Dekoration zeigte sich Barbara Stanzel.

Rund 20 Personen fanden sich im künstlerisch gestalteten Garten der Familie Röder/Rienecker ein, um mit offenen Ohren den Geschichten und Gedichten zu lauschen. Harry Brabec zeigte seine Leistungen als Gitarrist und stimmte die Gäste jeweils auf das folgende Lesestück ein.

Nach der Begrüßung durch Toni Niedermeier begann Beate Mönter den kulturellen Abend passend zum Andersenjahr mit einem Märchen von Hans-Christian Andersen "Alles an seinem rechten Platz". Ein Märchen für Erwachsene. Umrahmt von Vogelgesängen und dem Duft von wilden Rosen und Geißblatt zog sie die Zuhörer in ihren Bann. Andrea Grosch zitierte gekonnt "Salome" von Oskar Wild nach einer Bearbeitung von Luisa Francia.

Elke Niedermeier erläuterte den "Kampf der Geschlechter" aus dem Buch von Bastian Sick "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", eine wunderbare Empfehlung auch für Schüler/innen. Zur allgemeinen Erheiterung zitierte Birgid Röder ein Gedicht von Dadaist Hans Arp "Ein großes Mondtreffen" mit wunderbaren Wortschöpfungen. Sehr nachdenklich und mit Betonung auf das "Wesentlich im Leben" war der Betrag von Peter Herbig, er las von Mitch Albom aus "Dienstags bei Morrie. Mit ruhiger Stimme entführte er die Zuhörer an das Krankenbett eines alten Professors um mit ihm über den Sinn des Lebens zu philosophieren.

Zur Pause wurde der Garten mit vielen Kerzen illuminiert und es boten sich lauschige Ecken um über das Gehörte zu diskutieren oder einfach nur den Wein von Biowinzer Winfried Ernst sowie das umfangreiche Büfett zu genießen. Zur Abrundung des Abends folgte nun noch ein Abschnitt von Hans-Ulrich Treichel aus "Tristanakkord" eine wunderbar zynische Geschichte über das Gärtnerleben, gelesen von Beate Mönter. Andrea Grosch las aus Chambra Maria Skades Buch "Die Wurzelsucherinnen" mit einleitenden persönlichen Worten. Andrea Rienecker gab den Gästen eine Weisheit von Laotse mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Lesungen erfolgte noch eine Verbeugung vor dem Nobelpreisträger für Literatur von 1988 Nagib Machfus. Birgid Röder las ein Kapitel aus "Echnaton" einer Geschichte aus dem alten Ägypten zurzeit der Pharaonen.

Barbara Stanzel bedankte sich bei den Lesern und dem Musiker mit einem kleinen Gartenlicht und Wein für lauschige Leseabende im eigenen Garten. Mit vielen Gedanken und neuen Eindrücken gingen die Besucher nach Hause, um vielleicht das ein oder andere Buch für sich zu entdecken.

Eine Wiederholung des Abends wurde von den Zuhörern gewünscht.

 

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