geo-net

Netzwerk für Gerolzhofen

 

 

 

Pressemitteilung vom 23.02.2002

(bitte veröffentlichen)

 

 

 

Schwerpunkte der politischen Arbeit bestimmt

 

 

 

geo-net  präsentiert Wirtschafts- und Umweltprogramm

 

 

 

„Gerolzhofen braucht vor allem Kreativität zur Lösung der Probleme!“ faßte Thomas Vizl die Vorstellungen der neuen Liste geo-net. Netzwerk für Gerolzhofen zusammen. Bei der jüngsten Zusammenkunft der Liste im Gasthaus Wilder Mann erläuterte der Stadtratskandidat (Platz 2 auf der geo-net-Liste) das Programm der Liste zur Wirtschafts- und Umweltpolitik. Vizl sieht vier Schwerpunkte der zukünftigen Stadtratsarbeit: „Wir setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ein und sehen diese Entwicklung als örtlichen Beitrag zur weltweiten Agenda 21. Zweitens ist uns die Lebensqualität in der Wohn-, Schul- und Arbeitsstadt wichtig. Drittens wollen wir ökologische Schwerpunkte setzen und nicht zuletzt werden wir Innovationen im Gewerbe und Handel fördern oder initiieren.

 

Als umweltpolitischen Schwerpunkt der Liste nannte der Diplom-Ingenieur ein ökologisches Gesamtkonzept im Sinne der Agenda 21. Dazu gehört die Senkung und Ökologisierung des Energieverbrauchs der öffentlichen und privaten Gebäude und Anlagen. Insbesondere soll die örtliche Waldwirtschaft durch den Einsatz von Schwachholz als Brennstoff für Heizungsanlagen gefördert werden. „Das Geld für den Brennstoff bleibt“ so Vizl, „in der Region, statt zu den Ölexporteuren oder Energiemultis zu fließen“. geo-net setzt sich für eine regionale Kreislaufwirtschaft ein.

 

Für die neuen Baugebiete soll eine ökologische Bauleitplanung erfolgen. geo-net Spitzenkandidatin Mechthild Roth nennt beispielhaft die Ausrichtung der Hausdächer nach Süden für die Nutzung der Solarenergie, kurze Wege zur Verkehrsvermeidung, naturnahe Bepflanzungen mit einheimischen Pflanzen als Rückzugsgebiete für Lebewesen. Durch eine entsprechende Gestaltung der Wohngebiete können auch große Ausgleichsflächen, die inzwischen bei neuen Baugebieten auf der grünen Wiese ausgewiesen werden müssen, reduziert werden. Naturschutzgebiete und Rückzugsflächen der Natur sollen erweitert und Biotope in der Flur miteinander verbunden werden.

 

geo-net setzt sich für den Erhalt der restlichen Eigenwasserversorgung Gerolzhofens (Wiebelsberger Quellen) ein. „Wir wollen nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip handeln und anderen die Vorsorge für unser Trinkwasser aufbürden“, begründet Mechthild Roth das Engagement für die Reinhaltung des Grundwassers in der Gerolzhöfer Flur.

 

Neu ist der Vorschlag, in Gerolzhofen eine „Bürger-Strom-Gesellschaft“ zu gründen. In dieser Gesellschaft können sich Bürgerinnen und Bürger zusammentun, um gemeinsam Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Gerolzhofen oder in der Region zu errichten. Jeder Einzelne könnte somit entsprechend seiner eigenen Möglichkeiten einen aktiven Beitrag zur Förderung dieser wichtigen Zukunftstechnologien leisten.

 

Im wirtschaftspolitischen Bereich will sich geo-net vor allem für die Förderung der kleineren und mittleren Betriebe einsetzen. „Diese Betriebe schaffen die meisten Ausbildungsplätze“ begründet Vizl diesen Schwerpunkt der Liste. „Wir wollen eine kontinuierliche Fortentwicklung statt Stillstand“. Hierzu sollen möglichst auch neue Gewerbe- und Industriebetriebe in Gerolzhofen angesiedelt werden. geo-net will prüfen, ob ein kleines „GRIBS“ (Gründer- und Beratungszentrum) in Gerolzhofen möglich wäre. In diesem Zentrum für Firmengründer, möglicherweise in der Amtsvogtei untergebracht, sollen neuen Firmen in Zukunftsbereichen entstehen, die sich nach der Gründungsphase dauerhaft in Gerolzhofen ansiedeln und neue Arbeitsplätze in der Stadt schaffen.

 

Da Gelände für Gewerbegebiete nicht in unbegrenzter Größe zur Verfügung steht, soll ein Gewerbeflächenmanagement mit den umliegenden Gemeinden oder mit dem Landkreis für kosten- und flächensparende Lösungen sorgen. Als Beispiel für diese interkommunale Zusammenarbeit nennt geo-net die Zusammenarbeit der „Gastliches Fünf“ im Bereich des Fremdenverkehrs.

 

Besonders hob Vizl die geo-net-Vorschläge für die Innenstadt hervor. Zunächst sollen, wie bereits vor einigen Jahren begonnen, in Arbeitsgruppen unter fachkundiger Anleitung die betroffenen Händler, Handwerker und Grundstücksbesitzer sowie der Stadtverwaltung Konzepte für das Stadtzentrum entwickelt werden. Die Innenstadt soll durch weitere Attraktionen gestärkt werden. „Eisdielen, Cafes, Dönerladen sind wichtige Ergänzungen zu den Geschäften, die junge Leute und Familien in das Stadtzentrum locken“. geo-net will prüfen, ob in Gerolzhofen eine Markthalle, ähnlich wie in Schweinfurt, möglich wäre. Standorte könnten im Bereich der Breslauer Straße oder im Quartier zwischen Weiße-Turm-Straße, Brunnengasse, Spitalstraße sein.

 

Die weiteren Programmpunkte zur Sozial- und Kulturpolitik wurden von Toni Niedermeier (Platz 4 der Liste) und Barbara Stanzel (Platz 6) vorgestellt