geo-net

Netzwerk für Gerolzhofen

 

06.12.2006

 

 

 

 

25.02.2007

 

Pressemitteilung (zur Veröffentlichung)

 

 

Gegen Gentechnik und für Bioenergie

 

                       

 

Gentechnik auf den Feldern und Bioenergie waren die „heißen“ Themen beim Treffen von geo-net. Netzwerk für Gerolzhofen in der Weinstube am Markt. Geo-net-Sprecherin Birgid Röder informierte die Versammlung über die spontane Demonstration Anfang Februar in Unterspiesheim. Innerhalb von nur 2 Tagen war es durch Mundpropaganda und Telefonanrufe gelungen, etwa 200 Gegner der Gentechnik zu einer Kundgebung zu mobilisieren. Über Bund Naturschutz und geo-net kamen auch Gerolzhöferinnen und Gerolzhöfer nach Unterspiesheim. Birgid Röder zeigte sich zufrieden, dass die Landwirte aus Unterspiesheim und Kleinrheinfeld nach der Kundgebung ihre Anträge auf Ausbringung der gentechnisch veränderten Saat zurückgezogen haben. Multinationale Konzerne versuchen gegen den Willen der Mehrheit von Verbrauchern und Landwirten ihre Produkte auf dem Markt durchzusetzen und anschließend den Markt monopolartig zu kontollieren. Birgid Röder erinnerte an die geo-net-Veranstaltung gegen Gentechnik im Jahr 2005 im Winzerhof Ernst in Rügshofen und forderte die Gerolzhöfer Landwirte auf, freiwillig eine Gentechnik freie Zone in Gerolzhofen zu erklären. Geo-net

 

wird auch bei diesem Thema am Ball bleiben, geplant sind weitere Informationsveranstaltungen, Unterschriftenaktionen gegen die „Agrogentechnik“, sowie eine Filmvorführung zum Thema, mit dem Tiltel: „Tote Ernte“.

 

 

 

Geo-net-Stadtrat Thomas Vizl erläuterte seine Ziele zum Thema Energie sparen und erneuerbare Energie in Gerolzhofen. „Mittel- und langfristig muß das Geomaris auf erneuerbare Energien umgestellt werden“, fordert der Natur- und Umweltreferent des Gerolzhöfer Stadtrates. In diesem Zusammenhang begrüßt er die Überlegungen einiger Landwirte zwischen Gerolzhofen und Dingolshausen eine landwirtschaftliche Biogasanlage zu errichten und sicherte seine Unterstützung hierfür zu. Anstatt fossiles Erdgas könnte das Biogas zukünftig das vorhandene Blockheizkraftwerk im Geomaris befeuern. Der CO2-Ausstoß wäre somit von bisher ca 1.000.000 kg jährlich auf fast Null reduziert, da die gleiche Menge CO2 beim Wachstum der Pflanzen aus der Luft wieder gebunden wird. Zudem bliebe, so Vizl, das Geld für die Energie in der Region und fließt nicht nach Russland oder in den Nahen Osten.

 

 

 

Weiterhin spricht sich Thomas Vizl für Energiesparmaßnahmen bei städtischen Gebäuden und Einrichtungen aus, die zum Teil vom Stadtrat auch schon eingeleitet wurden. In 2007, spätestens aber in 2008, sollten wieder - wie bereits 2003- Energie- und Umwelttage in der Stadthalle mit Ausstellung und Vorträgen durchgeführt werden. Der Aufwand für diese städtische Veranstaltung ist im Vergleich zum Nutzen relativ gering. Die  Veranstaltung 2003 gab Anstoß für verschiedene Aktivitäten und Maßnahmen, so zum Beispiel für den Bau von Biogasanlagen in der Region. Regionale Firmen können sich und ihre Produkte ohne großen Aufwand dem Publikum präsentieren.

 

 

 

Ein weiteres Thema war die Einweihung des erweiterten Denkmals für die ermordeten jüdischen Mitbürger von Gerolzhofen. Hier bedankte sich geo-net Sprecherin Birgid Röder ausdrücklich für die klaren und betroffenen Worte von Dr. Josef Schuster von der israelitischen Gemeinde Würzburg. Er erinnerte nachdrücklich an den stattgefundenen Holocaustgedenktag und schilderte die schrecklichen Eindrücke bei der Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrationslagern. Dr. Schuster ermunterte die Initiative „Stolpersteine“ weiter am Ball zu bleiben, da er „Stolpersteine“ als wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte sieht. Geschichte sollte im Alltag erlebbar sein, nicht nur an herausgehobenen „Denkmälern“. Mit der Worten: „Denkt noch einmal nach“ appellierte er an die Gerolzhöfer. In diesem Zusammenhang beschloss geo-net eine Besichtigung des neuen jüdischen Kulturzentrums in Würzburg. Die Fahrt wird im Sommer stattfinden, näheres wird noch bekannt gegeben.

 

 

 

Bezüglich des anstehenden Wahlkampfes hofft geo-net verstärkt auf die Mithilfe ihrer Mitglieder, auch kommunalpolitisch interessierte Personen sind herzlich dazu eingeladen sich „einzumischen“ und die Liste mit eigenen Ideen und Engagement zu bereichern.

 

 

 

Barbara Stanzel erinnerte an die geplante geo-net Lesenacht, sie wird am Fr. 15.06.07 um 20.00 Uhr im Hof des Bürgerspitals stattfinden. Unter dem Motto: „Lust und Last der Liebe“ werden wieder literarische Leckerbissen vorgetragen.

 

Ein „Rosenbüfett“ der geo-net Frauen wird dabei sicher auch die lukullische Lust wecken.

 

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