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Netzwerk für Gerolzhofen

 

 

 

 

Kostenentwicklung im Geomaris und geplante Biogasanlage Themen beim geo-net-Treffen

 

Am 29. Novomber wird geo-net. Netzwerk für Gerolzhofen seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2014 nominieren. „Wir wollen unseren Wahlvorschlag frühzeitig den Wählerinnen und Wählern präsentieren, damit sich die Wählerinnen und Wähler von der persönlichen Qualität der Liste überzeugen können“, begründet geo-net-Sprecher Toni Niedermeier den frühen Termin für die Aufstellung. „Wir werden eine starke Liste zusammenstellen, auf der fachliche Kompetenz und Kreativität beheimatet sind“.

 

Beim Monatstreffen der geo-net-Aktiven in der Weinstube am Marktplatz wurde zunächst die aktuelle Kostensituation bei der Sanierung und dem Teilneubau des Geomaris besprochen. Stadtrat Thomas Vizl hält die Kostenentwicklung für „höchst unerfreulich“, besonders da bei der Auswahl des Planungsbüros sehr viel Wert auf Kostentransparenz und Einhaltung der Kostenberechnung gelegt wurde. Eine von einzelnen Stadträten ins Gespräch gebrachte Verkleinerung des Bades zu einem reinen Schul- und Sportbad komme für Thomas Vizl nicht in Frage, da dann in den nächsten 20 Jahren das Defizit durch geringe Besucherzahlen deutlich höher werden wird. Die Bemühungen zur Kostenkontrolle durch Stadtbauamt und Verwaltung an der Baustelle müssen nochmals verstärkt werden, um weitere negative Überraschungen während des Baus zu vermeiden.

 

Ausführlich diskutiert wurden die Vor- und Nachteile einer durch die Fa Schmack geplante Biogasanlage an der Mönchstockheimer Straße. Thomas Vizl erläuterte zunächst die Dimension des Vorhabens durch einen Vergleich mit der landwirtschaftlichen Gesamtfläche von Gerolzhofen und Rügshofen: In die Biogasanlage würden Mais, Zuckerrüben, Dauerkulturen (z.B. Gras) und Ganzpflanzensilage von einer Anbaufläche von etwa 1.200 ha wandern, die landwirtschaftlichen Flächen von Gerolzhofen und Rügshofen umfassen ca 1.445 ha. Das Material kommt natürlich nicht nur aus Gerolzhofen und Rügshofen, sondern soll aus einer durchschnittlichen Entfernung von 10 km angeliefert werden. Im Einzelfall werden es bei vergleichbaren Anlagen auch 30 und mehr Kilometer. Nachteilig ist die weitere Erhöhung des Maisanbaus in der Region und der zu erwartende Fahrverkehr zur Anlage, als Vorteil kann eine langfristige sichere Abnahme für Landwirte angeführt werden. Dies kann insbesondere nach dem Auslaufen der Zuckermarktordnung in der EU ab 2017 eine Rolle spielen. Wichtig ist für geo-net auch, daß Landwirte und Bürger aus der Region sich an der Anlage beteiligen können und daß Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Gerolzhofen zugute kämen. Weitere für geo-net wichtige Punkte: Vielfalt im Anbau der Biogas-Eingangsprodukte, damit in der Landschaft wieder eine größere Artenvielfalt entstehen kann, Schaffung von Ausgleichsflächen an den Bächen in der Flur, verbindliche Regelungen für den Transport, um unzumutbare Belastungen zu vermeiden und eine Rückbauverpflichtung sobald der Zweck der Anlage entfällt.

 

Intensiv diskutiert wurde, ob Biogasanlagen, die das Biogas ins öffentliche Erdgasnetz einspeisen, einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Hauptargument hier ist, daß Erdgas in gewissen Umfang speicherbar ist und damit einen Ausgleich der schwankenden Einspeisungen aus Wind- und Sonnenenergie schaffen kann. Bereits in der Stadtratssitzung am 14.10.2013 hat geo-net-Stadtrat Thomas Vizl dem Vertreter der Fa Schmack eine Positionspapier übergeben. Die Fa Schmack hat in schriftlicher Form inzwischen ausführlich geantwortet. Diese Stellungnahme der Fa Schmack wird geo-net dem Bürgermeister und den Stadtratskollegen zukommen lassen.

 

geo-net wird sich auch für eine frühzeitige Stellungnahme durch das Amt für Landwirtschaft, dem Bauernverband und durch die Naturschutzverbände einsetzen. Eine abschließende Meinung wird sich geo-net dann anschließend bilden. Informationen werden auch auf der Internetseite der Liste www.geo-net.net eingestellt werden.

 

Kreisrätin Birgid Röder (Bündnis 90 / Die Grünen) rief die Anwesenden dazu auf für den Kreistag zu kandidieren, um die Belange des südlichen Landkreises und der Stadt Gerolzhofen dort zu vertreten.

 

 

 

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