geo-net

Netzwerk für Gerolzhofen

 

 

 

Pressemitteilung vom 23.06.02

(siehe auch "Altershausen")

 

Geo-net ist begeistert über den Pioniergeist der kleinen Gemeinde Altershausen (Ortsteil von Königsberg / Haßberge)

Das Gerolzhöfer Netzwerk veranstaltete eine Exkursion in die Gemeinde Altershausen um ökologisch fortschrittliche Projekte zu besichtigen, mit dem Ziel, neue Anregungen mit nach Hause zu nehmen.

Mit seinen Aktivitäten zur Errichtung eines Biomasseheizwerks, einer Pflanzenkläranlage und vor allem mit dem ökologisch ausgerichteten Bebauungsplan für das Neubaugebiet „An den Röthen“ wurde Altershausen weit über die Region hinaus bekannt, und wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ausgehend von der Gesamtkonzeption eines nachhaltig funktionierenden Ökosystems ergänzen sich beispielhafte ökologische Einrichtungen und Planungen zu einem auch auf andere Kommunen übertragbaren Modell.

Zweiter Bürgermeister Erwin Pfeil führte die wissensdurstige Gruppe durch seine Gemeinde ( ca. 250 Einwohner). Erstaunen rief vor allem auch der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft hervor. Die Bevölkerung arbeitet aktiv an der Dorferneuerung und den einzelnen Projekten mit. Fünf Arbeitskreise haben sich gebildet: Gemeinschaft, Gewerbe- und Landwirtschaft, Natur- und Ökologie, Ortsbild und Ökosiedlung. Durch Bürgerbeteiligung konnte sich jeder in die Planungen mit einschalten.

Die Biomasse-Heizanlage betrieben mit Stroh, Ganzpflanzen, Gräser, Holzhackschnitzel und Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft versorgt mit Nahwärme über zwei Drittel des Altdorfes, das gegenwärtig entstehende Öko-Baugebiet und das kürzlich fertiggestellte Gewerbegebiet.

Das Verbrennungsmaterial wird größtenteils kostenneutral von Landwirten und Bauhöfen angeliefert, die so Ihre Entsorgung sparen.

Bayerns größte kommunale Pflanzenkläranlage ist ein Ergebnis der ökologisch ausgerichteten Dorfentwicklung in Altershausen. Der Ort hat ein deutliches Zeichen für eine kostengünstige und naturnahe Abwasserbehandlung in dünnbesetzten Raum gesetzt – zukunftsorientiert und im Sinne der Agenda 21.

Das Öko-Baugebiet ist durch ein geobiologisches Gutachten, sowie ein Punktesystem für die Berücksichtigung ökologischer Kriterien beim Bau beispielhaft und nachahmenswert.

Die Pionierarbeit von Altershausen brachten freilich auch einiges an Rückschlägen mit sich, Probleme gab es bei der noch nicht ganz ausgereiften Technik, der 1994 errichteten Heizanlage. Sie musste für die Strohfeuerung nachgerüstet und im Laufe der Jahre mehrmals nachgebessert werden. Auch die Pflanzenkläranlage wird in absehbarer Zeit nachgebessert. Von diesen Misslichkeiten werden jedoch andere Kommunen profitieren, da Altershausen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Die Besuchergruppe zollten Herrn Pfeil und seinen Mitstreitern großes Lob, vor allem auch für Ihren unerschütterlichen Idealismus und Tatkraft.

Zum Abschluss der Exkursion besichtigte Geo-net noch die Firma Benkert in Altershausen (Einrichtungen für Park und Garten). Die Fabrik besticht mit einer ungewöhnlichen Architektur. Geplant und Ausgeführt von dem weltbekannten italienischen Architekt Mario Botta. Das Gebäude ist eingebettet in die Natur und orientiert sich voll an der Ökologie.

 

 

 

Veranstaltungshinweis: Das nächste Treffen von Geo-net findet am Donnerstag, den 04.07.02  um 20.00 Uhr im „Schlappen“ statt.

An alle Mitglieder und Interessenten ergeht eine herzliche Einladung.

Themen: Gleichstellungsbeauftragte

                Neues aus dem Stadtrat

                Nachbereitung Altershausen

 

 

Infos: Birgid Röder Tel:8879