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11.06.2014 

Pressemitteilung

 

Stellungnahme: geo-net sieht Stimmungswandel für einen Nationalpark

 

geo-net sieht Stimmungswandel für einen Nationalpark

 

Die aktuelle repräsentative Umfrage von TNS-Emnid zeigt, daß die Bewohner der Region zunehmend die Einrichtung eines Nationalparks im Steigerwald befürworten. geo-net-Fraktionssprecher Thomas Vizl: „In vielen persönlichen Gesprächen im Steigerwald, darunter auch Gastronomen und Vertretern aus der Holzwirtschaft, wurde mir vertraulich mitgeteilt, daß man einen Nationalpark im Steigerwald für richtig und wünschenswert hält. Bisher haben sich aber die meisten nicht getraut, diese Meinung auch öffentlich zu vertreten.“ Die repräsentative Umfrage hat Klarheit gebracht: Nicht wie vom Verein „Unser Steigerwald“ noch am 25. November in Eschenau verbreitet „95 Prozent der Menschen im Steigerwald wollen keinen Nationalpark“, sondern 38 Prozent im betroffenen Bereich, zu dem auch die Stadt Gerolzhofen gehört, befürworten einen Nationalpark. In den benachbarten, anliegenden Städten Bamberg und Schweinfurt wollen sogar 78 bzw 76 Prozent einen Nationalpark. Falls die Brennholzversorgung der örtlichen Bevölkerung gewährleistet werden kann, würde sogar eine Mehrheit im Kerngebiet einem Nationalpark zustimmen. Den Stimmungswandel haben wir in den vergangenen Monaten gespürt, die Höhe der Zustimmung mit insgesamt 61 Prozent hat uns aber überrascht!

 

„Leider“, so Stadtrat Thomas Vizl, „gibt es keine Einzelauswertung für die Stadt Gerolzhofen. Es könnte durchaus sein, daß die Zustimmung in Gerolzhofen höher liegt, als die 38 Prozent als in den Steigerwaldgemeinden aus den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge und Bamberg. Deshalb sollte der Stadtrat seine bisher eingenommenen Positionen überprüfen“.

 

geo-net setzt sich weiterhin dafür ein, die Chancen und Risiken für den Steigerwaldbereich zu prüfen und die Ergebnisse objektiv abzuwägen. Es sollten folgende Auswirkungen geprüft werden: Regionale und örtliche Entwicklung, Tourismus, Energieressource Holz, Natur- und Artenschutz, Landwirtschaft, forstbetriebswirtschaftliche Aspekte, Auswirkungen auf benachbarte Wälder, Gewerbe, Holzwirtschaft, Außendarstellung der Region und Arbeitsplätze. Diese Überprüfung, die von der Staatsregierung in Auftrag gegeben werden muß, wurde von uns bereits Anfang 2008 gefordert.

 

Für geo-net ist es bedauerlich, daß sich der private Investor Erlebnis Akademie AG zurückzieht und der Baumwipfelpfad bei Ebrach jetzt für 6 Millionen vom Freistaat Bayern und vom staatlichen Forstbetrieb gebaut und betrieben wird. Hintergrund: Die Investoren und Finanzgeber sind nicht vom wirtschaftlichen Erfolg der Maßnahme überzeugt sind und bauen lieber einen Baumwipfelpfad im Nordschwarzwald. Dort wurde vor wenigen Wochen vom Land Baden-Württemberg der Nationalpark Nordschwarzwald eingerichtet. Der Nationalpark wird als Attraktion und Besuchermagnet gesehen, der weitere Investitionen, wie den Baumwipfelpfad, nachzieht. Es zeigt sich, daß ein Schutzgebiet mit Weltnaturerbestatus oderr ein Nationalpark Investitionen nach sich zieht, oder das Nichtvorhandensein diese Investitionen verhindert. Möglicherweise steht die Entscheidung des Investors auch in Zusammenhang mit der ablehnenden Haltung vieler Politiker (auch in Gerolzhofen) gegenüber dem ausgewiesenen Waldschutzgebiet bei Ebrach und dem Titel „Weltnaturerbe“ der UNESCO.

 

 

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Thomas Vizl

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