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Wie fahrradfreundlich sind GEO und der Landkreis Schweinfurt ?

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020!

Fahrrad-Eröffnung

Radfahren ist für geo-net schon immer ein wichtiges Thema: 2013 wurde der 2FrankenRadweg von Würzburg nach Bamberg in Gerolzhofen eröffnet. Der rund 100 km lange Radwanderweg kam auf Initiative von geo-net zustande. Foto: Th. Vizl

Ab sofort läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder hunderttausende Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Rad­verkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr ist das Radfahren in Zeiten von Corona das Schwerpunktthema.

Macht Radfahren in Gerolzhofen und im Landkreis Schweinfurt Spaß oder Stress?
Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Neuaufsteiger sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2018 mitgemacht und die Situation in über 600 Städten beurteilt. Die Stadt Schweinfurt schloss beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test mit der Gesamtnote 4,1 ab. Die Bewertungen vom letzten Durchgang gibt es auf www.fahrradklima-test.de/ergebnisse beim Klick auf Schweinfurt.

Bis 30. November bewerten!
Die Umfrage findet zwischen 1. September und 30. November 2020 über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).

geo-net-Antrag: Naturkindergarten

Nicht auf Begeisterung stieß der Antrag der geo-net-Fraktion bei der Stadtratssitzung am 26.10.2020 bei Bürgermeister Thorsten Wozniak und bei der CSU-Fraktion. Die geo-net-Fraktion hatte beantragt: "Die Verwaltung informiert den Stadtrat über den Stand der Gespräche oder Planungen zur Errichtung eines Naturkindergartens und legt eine Bedarfsermittlung sowie den Stand der Standortsuche vor."

Hindergrund unseres Antrags: Bei der Stadtratssitzung vom 13.07.2020 legte Frau Jennifer Rasch das Konzept des von ihr geplanten Naturkindergartens vor. Damals haben alle Fraktionen den Bedarf an Kindergartenplätzen anerkannt. Alle Fraktionen haben ihre Unterstützung für das Konzept des Naturkindergartens zum Ausdruck gebracht. Nur ging leider seitdem nichts voran. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten war - nach allem Anschein - mäßig, Rückfragen wurden nicht oder unzureichend beantwortet.


Andererseits drängt die Zeit. Die Stadt ist verpflichtet ausreichend Kinderbetreuungsangebote anzubieten, kann das aber momentan nicht. Da käme die private Initiative gerade recht. Damit Frau Rasch aber ihr Projekt mit ca 50 Betreuungsplätzen voranbringen kann, benötigt sie die offizielle Bedarfsfeststellung oder Bedarfsanerkennung durch die Stadt Gerolzhofen.


Der Antrag wurde zwar mit wortreichen Begründungen abgeleht, hat andererseits seinen Zweck bereits erfüllt: Das Thema steht wieder im Blickpunkt. Wir bleiben am Thema dran.
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Corona-Teststation in Gerolzhofen eröffnet

Neu eingerichtet wurde in Gerolzhofen auf dem Parkplatz Berliner Straße / Dingolshäuser Straße eine Teststation. Die Teststation wurde am Montag, 19.10.2020, eröffnet. Anmeldung ist in jedem Fall erforderlich: Hier anmelden. Das Testzentrum wird von der Arbeitsgemeinschaft der Schweinfurter Hilfsorganisationen im Auftrag des Landratsamtes betrieben. Der Betrieb der Zweigstelle Gerolzhofen und die Telefon- und Terminkoordination obliegt dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Schweinfurt. Der Stadtrat Gerolzhofen hat die Einrichtung der Teststation in Gerolzhofen begrüßt, erspart der Standort doch umständliche Fahrten nach Schweinfurt.
Rollator Senioren
Arbeitsgruppe „Barrierefreiheit und Inklusion“ zieht erste Bilanz:


Gerolzhofen die familienfreundliche Stadt - aber nicht für Menschen mit Behinderung?


Eine Arbeitsgruppe „Barrierefreiheit und Inklusion“, im Juni 2020 initiiert durch geo-net, hat sich zur Aufgabe gemacht, zu erkunden, wie Barrierefreiheit in Gerolzhofen umgesetzt ist. Mitglieder der Gruppe, teilweise selbst von Behinderungen betroffen, haben stichprobenartig Gerolzhofen unter die Lupe genommen.

Wir ziehen Bilanz:
Ein Rundgang durch die Altstadt ist interessant und lohnenswert. Allerdings tun sich für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Geh- und sonstigen Behinderungen viele Hindernisse auf, angefangen beim historischen Pflaster auf dem Marktplatz mit seinen unzähligen Stolperfallen über fehlende Absenkungen der Gehsteigen bei Straßenübergängen bis hin zum Fußgängerübergang in der Grabenstraße mit einer relativ kurzen Grünphase. Zudem ist das Blindensignal, als Hilfe für Menschen mit Sehbehinderung außer Funktion. Nebenbei bemerkt sind die Hinweisschilder für Wanderer z.B. am Markt schwer lesbar.

Ein Spaziergang um den grünen Ring durch die Allee, sollte der Erholung für alle dienen. Für geh- und sehbehinderte Personen, ist dieser Spazierweg eher mit Hindernissen gespickt. Kanaldeckel, die ein paar Zentimeter über den Gehweg-Belag herausstehen, sind leider große Stolperfallen, wie auch die Bordsteinkanten an Straßenüberquerungen zum Erreichen der nächsten Allee teilweise zu hoch sind. Der Wassererlebnisweg entlang der Volkach und das Genießen des Bachlaufs wird leider zu keinem zufriedenstellenden Erlebnis, denn er endet für Rollatorfahrer*innen, Rollstuhlfahrer*innen und auch Eltern mit Kinderwagen, jäh an der Treppe zur Schallfelder Straße. Die idyllische Bogenbrücke, vom Parkplatz an der Grund- und Mittelschule, zur Innenstadt ist zu steil geraten. Rollstuhlfahrer haben je nach technischer Ausrüstung ihres Gefährts die Wahl, nach hinten zu kippen oder aufsitzen.
Eher zum Abenteuer wird der Versuch von Personen mit einer Geh- bzw. Sehbehinderung, die Kolpingstraße zu überqueren, um z.B. zu den Einkaufsmärkten in der Frankenwinheimer Straße zu gelangen. Diese Liste ließe sich beliebig fortführen!

Nicht besser oder schlechter da als vergleichbare Gemeinden
Nun ist es aber nicht so, dass sich in Sachen Barrierefreiheit in Gerolzhofen nichts getan hat: die öffentlichen Gebäude (Rathaus, VG-Gebäude, Polizeiinspektion..) wurden mit Rampen und Aufzügen versehen. In Grund- und Mittelschule wird das sicher mit dem Neu- bzw. Umbau verbunden werden. Insgesamt gesehen steht Gerolzhofen in dieser Hinsicht nicht besser oder schlechter da als vergleichbare Gemeinden.

Auf einen Schildbürgerstreich sei allerdings in diesem Zusammenhang hingewiesen: Warum wurde die behindertengerechte Toilette im Rathaus, im Rahmen des Umbaus nicht verändert. Sie ist weiterhin nur durch die Herrentoilette zu erreichen. Was macht eine Rollstuhlfahrerin, wenn sie aus der Toilette will und das Urinal vor der Toilettentüre wird gerade benutzt? Was hilft den Betroffenen die Beachtung der Barrierefreiheit, wenn sie in dieser Art und Weise umgesetzt wird?

Keine*n Behindertenbeauftragte*n
Viele dieser beschriebenen Einschränkungen lassen sich leicht beheben bzw. hätten sich leicht beheben lassen, wie die Behindertentoilette im Rathaus, wenn sich der Stadtrat dazu durchgerungen hätte, eine*n Behindertenbeauftragte*n zu ernennen. Dann wäre die Verwaltung schon bei der Planung z.B. bei Reparaturen von Straßen, bei Um- und Neubauten etc. entsprechend kompetent beraten worden. Ein Antrag von geo-net, vom April 2019 zur Bestellung einer/eines Behindertenbeauftragte*n, wurde vom Stadtrat mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Gemeinde Wipfeld „leistet“ sich sogar drei Behindertenbeauftragte.

Als eines der nächsten großen Bauvorhaben steht die Neugestaltung des Marktplatzes an. Es ist zu wünschen und zu hoffen, dass bei dieser Planung auch an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen gedacht wird.

700 - 800 Personen in Gerolzhofen betroffen
Bei den beschriebenen Problemen geht es nicht um Sonderwünsche einer kleinen Gruppe von Personen: Etwa 10 Millionen Menschen der Bevölkerung in Deutschland leben mit einer Behinderung: Sie sind seh- oder hörbehindert, sind auf den Rollstuhl angewiesen, benötigen einen Rollator oder andere Gehhilfen oder haben eine andere Art der Behinderung, die man nicht sofort bemerkt. Der Begriff Barrieren, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einschränken, umfasst viel mehr als nur Hindernisse auf den Gehwegen. Umgerechnet würde das für Gerolzhofen ca. 700 - 800 Personen bedeuten.

Im Jahr 1994 wurde der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufgenommen. 2007 ist die Bundesrepublik der UN-Behindertenrechtskonvention beigetreten, die vorschreibt, dass das gesellschaftliche Leben, die Teilhabe aller Menschen (inklusive der Menschen mit Behinderungen) ermöglicht werden muss. In diesen 26 bzw. 13 Jahren hat sich leider noch nicht viel geändert.

Inklusion, das als Schlagwort in vieler Munde, aber als Einstellung leider noch nicht in vielen Köpfen ist, bedeutet, dass sich die Situationen bzw. die Umwelt den Bedürfnissen von behinderten Menschen anpassen müssen und nicht umgekehrt, damit eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich wird.

Inklusion kommt noch viel mehr Menschen zugute: Barrierefreiheit ist für 10% der Menschen in unserer Gesellschaft dringend notwendig, für 30% wichtig und für 100% komfortabel!

Inklusion bedeutet auch als eine wesentliche Aufgabe unserer Gesellschaft den gleichberechtigten Zugang zu unseren Bildungssystemen. Das schließt Kitas genauso ein wie Schule und Ausbildung.

Inklusion zu begrenzen oder auch bei größerem Aufwand nicht weiter zu verfolgen, kann nicht hingenommen werden.
Titelbild Handreichung

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Wie allseits bekannt ist, arbeitet geo-net eng mit Bündnis 90 / Die Grünen im Kreisverband Schweinfurt zusammen. Deshalb gehen Spenden an geo-net zunächst an die Grünen. Für unsere Arbeit in Gerolzhofen bekommen wir dann das Geld wieder zurück.
Das Spendenkonto:
Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Schweinfurt
Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
BYLADEM1KSW
DE11 79350101 000 9574773
Text: Spende geo-net Gerolzhofen

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