Innenentwicklung

Innenentwicklung

Innenentwicklung

Eine lebenswerte Altstadt braucht eine progressive Innenentwicklung. Kommunen im Landkreis Schweinfurt mit ähnlicher Struktur wie Gerolzhofen zeigen, dass dies gut umsetzbar ist.

Hierzu muss die Stadt Gerolzhofen die Möglichkeit ergreifen, das Thema proaktiv zu bewerben, indem mit Eigentümern von leerstehenden Gebäuden in Kontakt getreten und gemeinsam ein zielführendes Konzept entwickelt wird. Oberste Priorität hat dabei das Angebot an kompetenter Beratung, um den Weg für die Belebung von Leerstand einzuschlagen. Mit gezielter Förderung von Gestaltungs- und Erhaltungsmaßnahmen, An- oder Umbauten, Sanierungen oder Umnutzungen, energetischen Verbesserungen von Gebäuden hat die Kommune ein geeignetes Instrumentarium in der Hand, der Verödung entgegenzuwirken.

Die Stadt richtet aktuell ein Leerstandskataster ein, das neben den gewerblichen auch private Leerstände berücksichtigt und ihre Bemühungen ausweitet, leerstehende Gebäude für den Immobilienmarkt zu gewinnen.

Verfolgt man das Ziel, die Innenstadt zur 1A-Wohnlage der Zukunft umzufunktionieren und als Lebensraum für Menschen zu betrachten, muss der Verkehr selbstverständlich entsprechend beruhigt werden. Ein Stadtkern verträgt in diesem Sinne nämlich weder Durchgangsverkehr noch Parksuchverkehr. Die Umsetzung eines auf Gerolzhofen zugeschnittenen, neu entwickelten Verkehrskonzepts verdient in diesem Zusammenhang Beachtung.

Wohnen in der Innenstadt heißt auch Einkaufen in der Innenstadt. Gerolzhofen ist im Bereich des Einzelhandels mit Schwerpunkt Bekleidung sicherlich gut aufgestellt. Unverzichtbar ist in diesem Zusammenhang jedoch ein Lebensmittelgeschäft direkt in der Innenstadt – so, wie es das schon gegeben hat –, um das Angebot an notwendigen Geschäften perfekt zu machen. Dass dies durchaus ein realistisches Vorhaben ist, zeigen große Lebensmittelhändler, die es selbst in Zeiten peripherer Einkaufszentren wieder in den Stadtkern von Großstädten zieht. Hervorzuheben ist hierbei die positive Begleiterscheinung, dass der enorme Verkehr auf den Ringstraßen um das Zentrum von Gerolzhofen (d.h. auf der Nördlichen Allee, Kolpingstraße, Hermann-Löns-Straße) abnehmen würde, weil die in der Innenstadt lebenden Menschen wieder direkt nebenan einkaufen könnten. Dies spart Zeit, ist bequem und schont die Umwelt.