Wahlprogramm 2026

Flächennutzung

Dafür stehen wir: Reduzierung der Flächenversiegelung – Nachhaltige Stadtentwicklung -Transparente Wirtschaftsplanung

1. Wie entwickelt sich unser Gerolzhofen?
Bis zur Auflösung des Landkreises Gerolzhofen im Jahr 1972 bewegte sich die Stadt Gerolzhofen als Kreisstadt auf Augenhöhe beispielsweise mit Kitzingen und Haßfurt. Die Einwohnerzahl von Gerolzhofen stieg von 1970 bis 2024 jedoch nur um 6,9%, in Kitzingen dagegen um 12,0% und in Haßfurt sogar um 27,4%. Alle Behörden (Landratsamt, Forst-, Arbeits- und Gesundheitsamt, Amtsgericht, außer der Polizeiinspektion) wurden aus der Stadt abgezogen.

Unser Ziel: Neue Ideen, um Gerolzhofen als attraktiven Wohn- und Lebensort zu stärken – durch Lebensqualität, Nachhaltigkeit und soziale Infrastruktur. Verantwortungsvoller Umgang mit Flächen

2. Stagnierende Einwohnerentwicklung
Trotz neuer Baugebiete wächst Gerolzhofens Bevölkerung nicht: Obwohl sich die bebaute Fläche der Stadt seit 1970 nahezu verdoppelt hat, ist die Einwohnerzahl nur von rund 6.200 auf knapp 6.800 gestiegen. In den letzten Jahren ist sie sogar leicht rückläufig, trotz Zuwanderung und steigender Lebenserwartung. Das von der CSU ausgegebene Ziel von 8.000 Einwohnern bis 2035 und damit ein verbundenes Plus bei der Einkommensteuer bleibt unrealistisch, wenn allein auf die weitere Ausweisung von Neubaugebieten zur Erhöhung der Einwohnerzahl gesetzt wird.

Unser Ziel: Neue Ideen, um Gerolzhofen als attraktiven Wohn- und Lebensort zu stärken – durch Lebensqualität, Nachhaltigkeit und soziale Infrastruktur.

3. Verantwortungsvoller Umgang mit Flächen

Immer mehr Bau- und Gewerbeflächen entstehen, während die Einwohnerzahl stagniert. Das führt zu weiterem Flächenverbrauch. Statt wie im bayerischen Durchschnitt rund 2 Hektar wurden in Gerolzhofen rund 4,2 Hektar pro Jahr für Wohnungsbau, Industrie und Gewerbe verbraucht. Ein Flächenfraß, der zu Kosten von Landwirtschaft, Wald und Natur geht. Die weitere Versiegelung von Grünflächen in der Innenstadt zu Autoparkplätzen wie in der Weißen-Turm-Straße lehnt geonet ab.

Unser Ziel: Den Flächenverbrauch reduzieren, Böden schützen und sie für Landwirtschaft, Grundwasser und Biodiversität erhalten.

3. Nachhaltige Stadtentwicklung statt Wachstum um jeden Preis
Gerolzhofen braucht eine Entwicklungspolitik, die Qualität vor Quantität stellt. Nachhaltigkeit, Wohnqualität und Umweltbewusstsein müssen im Mittelpunkt stehen – nicht der kurzfristige Ausbau neuer Baugebiete. Statt weiter wertvolles Acker- und Grünland dafür zu versiegeln, will geonet die Innenentwicklung stärken. Dabei spielt die Revitalisierung von Innenstadt, alten Baugebieten und Gewerbebrachen eine wesentliche Rolle. Wir wollen diese fördern.

Unser Ziel: Bewusstes Flächenmanagement, kluge Nachverdichtung und attraktive Innenentwicklung im Altstadtbereich statt ungebremster Ausdehnung

4. Kritischer Blick auf Gewerbeflächen und Arbeitsplätze

Neue Gewerbegebiete an der Alitzheimer und der Mönchstockheimer Straße sollten hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Entstanden sind jedoch überwiegend Logistikflächen. Ob die versprochenen Forschungs- und Entwicklungsarbeitsplätze dabei realisiert wurden, ist unklar.

Unsere Ziele: Transparente Wirtschaftspolitik mit Fokus auf nachhaltige, qualifizierte Arbeitsplätze und langfristige regionale Wertschöpfung.