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“Natur im Garten”

Vier Gerolzhöfer Familien erhielten die Plakette “Natur im Garten” des Verbands Wohneigentum Bayern. Vielen Dank an alle Familien für diese Beispiele ökologischer Gartengestaltung!

Leider geht die Entwicklung aber in die falsche Richtung. Immer mehr Gärten der 50er bis 70er Jahre werden asphaltiert, gepflastert und zu Parkplätzen umgewandelt. Gerade auch in Gerolzofen gibt es sehr negative Beispiele. Das Bewusstsein für Ökologie und Naturschutz ist noch nicht groß genug. Da teilweise keine Bebauungspläne vorliegen, kann das auch nicht verhindert werden.

Naturschützer warnen in diesem Zusammenhang vor einer “Versteinerung” der Städte. Und auch in einigen Stadtverwaltungen regt sich Widerstand. So ein Beispiel ist einem Bericht von geo.de zufolge die Stadt Erlangen – die “erste Stadt in Bayern”, die bei Neu- und Umbauten “Betonwüsten” verbietet. Zudem müssen dort Flachdächer und fensterlose Fassaden begrünt werden. Das Prinzip der Freiwilligkeit, so die Stadtverwaltung, habe nichts gebracht, heißt es in dem Bericht. Darum sei die Freiflächengestaltungssatzung entsprechend ergänzt worden.

Ganz aktuell war in der Mainpost vom 7.8.2020 zu lesen, dass nun auch der Stadtrat in Schweinfurt eine neue Satzung erlassen hat, die Grün in Vorgärten fordert.
Grün gestalten müssen Hausbesitzer in Zukunft dort aber nicht nur die Vorgärten. Auch neue Flachdächer ab einer Gesamtfläche von zehn Quadratmetern müssen eine Dachbegrünung bekommen. Das trifft für alle gängigen Garagen und Carports zu. Weiterhin erlaubt bleiben wirklich nötige Stellplätze auf dem Grunstück. Ob diese nötig sind, regelt eine eigene Satzung. Für Stellplätze auf dem Grundstück dürfen nur noch Fahrspuren befestigt werden. Auf jeden Fall erlaubt sind in Schweinfurt Stellplätze mit einer Ladestation für Elektroautos. Die Stadt lässt sich diese Neuerung auch etwas kosten. So gibt es ein Förderprogramm, in dem
50.000 € für Projekte zur Dächer- und Fassadenbegrünung bereitgestellt werden.

Foto: pixabay